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Haltung

Die „Auflösung“ der Frage, was das „Drittes Reich“ mit seinen erschreckenden Folgen möglich gemacht hat, findet sich kaum in der Geschichte, sondern im Empfinden und dem darauf aufbauenden oder daraus resultierenden Denken der Menschen.

An das Empfinden eines Menschen kommt man nicht heran, wohl aber an sein Denken. Ich habe keinen Einfluss auf, das, was ich empfinde, wohl aber auf mein Denken – und damit auch auf mein Empfinden, denn das basiert letztlich auf meinem Denken.

Was nicht bedeutet, dass ich mein Denken „einfach so“ ändern könnte. Das ändert sich nur dann, wenn ich wirklich einsichtig bin und dies dann konsequent in meinem alltäglichen Denken auch um- und einsetze.

Das bedeutet für mich erst einmal bereit zu sein, mich selbst, also mein Denken, in Frage zu stellen. Und es bedeutet zu lernen, „ohne Grenzen zu denken“, wie Hannah Arendt es einmal genannt hat.

Veröffentlicht in Allgemein

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